Woche 21 – Schock an der Zapfsäule
- Matthias Fröhlich

- vor 5 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Die neue Woche begann eigentlich harmlos. Schweden verabschiedete uns noch einmal mit dem wohl schönsten Naturereignis, das wir je gesehen haben: Aurora Borealis. WOW.

Für uns hiess es: tschüss Schweden, hallo Finnland.Von Boden ging es weiter nach Oulu – die fünftgrösste Stadt Finnlands. Oulu wirkt modern, jung und irgendwie entspannt. Viel Raum, viel Natur und trotzdem eine echte Stadt. Besonders die Lage am Meer und die weiten Uferbereiche geben dem Ganzen etwas Offenes. Kein Grossstadtstress, eher ein ruhiger Puls.
Wir fuhren weiter Richtung Süden. Und dann kam der Moment, der diese Woche geprägt hat:2.37 € pro Liter Diesel. Und das war noch günstig.
Ganz ehrlich, da vergeht einem die Lust am Reisen. Für uns war schnell klar: Geld einteilen ist angesagt. Also keine teuren Campingplätze mehr. Wir standen frei, irgendwo draussen, mitten in der Natur. Was grundsätzlich genau unser Ding ist – aber nicht immer gut funktioniert hat. Dazu gleich mehr.
Auf dem Weg Richtung Helsinki machten wir unzählige Stopps. Seen, Wälder, kleine Plätze, einfach irgendwo anhalten und kurz durchatmen.Ein Highlight war Porvoo.
Die Altstadt dort ist speziell. Kleine, bunte Holzhäuser, enge Gassen, alles wirkt wie aus einer anderen Zeit. Man läuft durch und hat das Gefühl, in einem Freilichtmuseum zu stehen. Kein Kitsch, sondern einfach echt und ruhig. Genau solche Orte bleiben hängen.
Von Porvoo war es dann nur noch ein Katzensprung nach Helsinki – auch für unsere Hunde.
In Helsinki blieben wir gleich drei Nächte. Zumindest war das der Plan.
Die Realität sah anders aus. Wir mussten jeden Abend weiterziehen. Vanlife scheint hier nicht wirklich willkommen zu sein. Es wurde gepöbelt, Türen geknallt, bewusst Lärm gemacht. Schlaf war Mangelware. Keine schöne Erfahrung und definitiv nicht das, was man sich nach so einer Reise erhofft.
Also Standortwechsel. Nacht für Nacht.
Und dann kam sie doch noch, diese eine gute Nacht. Ein Platz etwas ausserhalb. Direkt bei einer grossen, eingezäunten Hundewiese. Unsere Hunde konnten rennen, spielen, toben – einfach frei sein. Und genau das haben sie gebraucht nach den vielen Eindrücken der letzten Tage.
Helsinki selbst hat uns trotzdem gefallen. Eine ruhige, klare Stadt zwischen Meer und Architektur. Breite Strassen, wenig Hektik, viel Licht. Moderne Gebäude neben alten Markthallen, Design trifft auf nordische Gelassenheit. Eine Stadt, die nicht laut ist, aber bleibt.
Das war unsere Woche 21.Irgendwie aufregend und gleichzeitig entschleunigend. Teuer, anstrengend – aber auch voller schöner Momente.
Und jetzt: tschüss Nordeuropa.Hallo Baltikum.







































































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