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Woche 28 – Regen, Wiedersehen und ganz viel Vanlife-Gefühl

  • Autorenbild: Matthias Fröhlich
    Matthias Fröhlich
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

197 Tage unterwegs. Über 22’000 Kilometer auf der Uhr. Und plötzlich stehen wir in Slowenien. Kurz vor Pivka. Kurz vor dem grossen Tourne Mobil Treffen. Eigentlich verrückt.

Vor ein paar Monaten standen wir noch irgendwo in Spanien am Meer, haben in Portugal Sonnenuntergänge gefilmt, in Schottland gegen Wind gekämpft und in Finnland über Dieselpreise geflucht. Und nun rollen wir mit unserem «T» langsam Richtung Werk.

Mit ziemlich viel Vorfreude im Gepäck.

Die Strecke nach Slowenien hatte irgendwie alles. Kilometer fressen. Grenzübergänge. Kleine Dörfer. Regen. Viel Regen.

Zeitweise hatten wir wirklich das Gefühl, dass uns das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung machen möchte. Denn je näher wir Pivka kamen, desto grauer wurde der Himmel.

Und ganz ehrlich?

Nach fast sieben Monaten Vanlife merkt man irgendwann, dass auch Reisen anstrengend sein kann. Nicht schlimm. Nicht negativ. Aber man wird ruhiger. Man muss nicht mehr jeden Tag etwas erleben. Man sucht nicht mehr permanent das nächste Highlight.

Man freut sich plötzlich über einen ruhigen Parkplatz. Über einen guten Kaffee. Über trockene Hunde. Und über einen Abend ohne irgend einen Plan.


Unser Milo sieht das übrigens etwas anders.

Der kleine Vanlife-Bremser hat mittlerweile eine neue Spezialität entwickelt. Sobald wir an einem schönen Platz stehen und weiterfahren möchten, schmeisst er sich demonstrativ vor den Van.

Kein Witz. Er schaut uns dann an, als würde er sagen: «Also Freunde. Reicht jetzt. Genau hier bleiben wir.»

Und ehrlich? Oft verstehen wir ihn. Denn genau das macht diese Reise aus. Nicht Sehenswürdigkeiten. Nicht irgendwelche Top-10-Listen. Sondern diese kleinen Momente dazwischen.


Wir machen kein Geheimnis daraus. Nach über einem halben Jahr unterwegs merken wir beide, dass die Reise langsam Richtung Schlussphase geht.

Und das ist ein komisches Gefühl.

Einerseits freuen wir uns auf Zuhause. Auf Freunde. Auf unsere Leute. Auf ein normales Bett. Auf eine Waschmaschine, die nicht auf einem Campingplatz steht.

Andererseits wurde genau dieses kleine Zuhause auf vier Rädern unser Alltag.

Der Van ist nicht mehr «Ferien». Der Van ist unser Leben geworden.

Wir wissen mittlerweile blind, wo was verstaut ist. Wir funktionieren als Team besser denn je. Und auch wenn wir uns unterwegs mal nerven – meistens reicht ein Kaffee oder ein schöner Platz am Wasser und alles ist wieder gut.


Und dann war er plötzlich da. Der Moment. Pivka. Das Tourne Mobil Treffen.

Schon die Einfahrt aufs Gelände fühlte sich speziell an. Überall standen «T»-Fahrzeuge. Menschen winkten. Andere kannten uns bereits von YouTube oder Instagram.

Und genau dort merkt man erst richtig, wie verrückt diese Reise eigentlich geworden ist.

Denn wir sind einfach losgefahren. Ohne grossen Plan. Ohne riesige Strategie.

Und plötzlich stehen Menschen vor uns und erzählen, dass sie jede Woche mitreisen. Dass sie unsere Videos beim Frühstück schauen. Dass sie wegen uns selber über Vanlife nachdenken.

Das berührt uns mehr, als wir oft zeigen.


Auch wenn das Wetter zeitweise eher an Herbstlager als an Frühlings-Event erinnerte – die Stimmung war richtig schön.

Man tauscht Geschichten aus. Man schaut bei anderen Vans rein. Man diskutiert über Batterien, Heizungen, Solarpanels und Hunde. Genau diese Mischung macht die Szene so speziell.

Egal ob jemand seit zehn Jahren unterwegs ist oder gerade erst den ersten Van bestellt hat. Man versteht sich irgendwie sofort.


Und nun? Nun geht es langsam zurück Richtung Schweiz. Ein Satz, der sich immer noch komisch anfühlt. Denn unterwegs zu sein wurde normal. Grenzen wurden normal. Neue Länder wurden normal. Im Van leben wurde normal. Wir wissen selber noch nicht ganz genau, wie unser nächstes Kapitel aussieht. Aber vielleicht ist genau das das Schöne daran. Dass noch nicht alles durchgeplant ist.


Woche 28 fühlt sich nicht nach Ende an. Eher nach einem grossen Durchatmen.

Und egal ob ihr seit Woche 1 dabei seid oder erst kürzlich dazu gekommen seid:

Danke.

Für Nachrichten. Für Kommentare. Für jedes Video, das ihr schaut. Und dafür, dass ihr dieses Abenteuer mit uns teilt.


Bis nächste Woche.

Rita, Matthias, Mooi & Milo



 
 
 

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