Woche 3 – Freila, Sonne und ein Navi mit Humor
- Matthias Fröhlich

- 23. Nov.
- 2 Min. Lesezeit
Woche drei fühlte sich nach Ankommen an. Nach einem Rhythmus, der langsam greift. Nicht mehr jeden Tag viele Kilometer runterspulen, sondern den Tag nehmen, wie er kommt. Kaffee, Blick in die Landschaft, ein erster Spaziergang mit den Hunden. Genau so startete die Woche in Freila. Ein kleines Dorf oberhalb des Stausees Negratin. Ruhig, warm, ein bisschen wie eine Mini-Version vom Grand Canyon. Wir sassen draussen, frühstückten und machten ein paar Stunden Büroarbeit. So macht Arbeiten unterwegs Spass.

Der See lag ruhig unter uns, die Sonne stand tief und die Farben wurden jeden Abend schöner. Ich stellte den Timelapse auf, die Kamera tickte vor sich hin, und Mooi legte sich daneben wie ein kleiner Wachhund. Milo schnupperte wie immer alles ab, was nach Abenteuer duftet. Und das tut es hier fast überall.
Nach ein paar entspannten Tagen ging es weiter Richtung Süden. Das Navi meinte, wir sollten eine schmale Abkürzung nehmen. Klar, wir vertrauten dem Ding ja schon oft. Also abgebogen. Der Weg wurde enger und noch enger. Links Nichts, rechts Autos. Das Navi fröhlich: „In 200 Metern rechts abbiegen.“ Rechts war… nichts. Nicht mal ein Ziegenpfad. Ich schwöre, es hätte uns fast einen Treppenabgang geschickt. Wir drehten um, suchten einen normalen Weg und lachten. Fazit: Ein Navi hat nicht immer recht. Und unser Bäri ist eindeutig nicht für zu schmale Gassen gebaut.

Ziel der Woche: Torremolinos. Eine Empfehlung von Daniela. Wir hätten den Ort sonst nie auf dem Schirm gehabt. Viel Strand, viel Sonne, viele Menschen. Aber irgendwie hat es gepasst. Wir liefen mit den Hunden am Wasser entlang, holten uns etwas zu Essen und genossen diesen typischen, warmen Küstenwind. Torremolinos fühlt sich leicht an. Ferienfeeling pur.
Und dann kam das Highlight: Gibraltar. Schon der Name klingt nach einer Mischung aus Felsen, Geschichte und leichtem Chaos. Die Einfahrt führt über eine echte Landebahn. Die Schranken gehen runter, der Verkehr stoppt – und dann rollt ein Flugzeug durch. Danach fahren wieder Autos und Camper drüber, als wäre es die normalste Strasse der Welt. Die Hunde fanden die Geräusche spannend, wir fanden es einfach surreal und lustig.
Gibraltar selbst ist quirlig. Enge Strassen, andere Sprache, andere Energie. Wir schauten uns um, liefen ein Stück, spürten aber schnell: Wir wollen wieder raus in die Weite. Dieses Hin-und-her-Gefühl ist typisch für die Reise. Man erlebt viel, aber irgendwann zieht es einen wieder zurück in die Ruhe. Aber, Gibraltar - TOP!
Und so ging unsere dritte Woche weiter: Sonnenuntergänge filmen, neue Orte sehen, weiterziehen, ankommen, wieder weiterziehen. Genau dieser Mix macht es aus. Wir spüren langsam, wie wir in den Reisemodus rutschen. Nicht alles planen, nicht alles wissen, sondern schauen, was kommt.
Und eines ist klar: Wenn das Navi wieder eine „Abkürzung“ vorschlägt, halten wir erst mal an. Und schauen zweimal. Für unser Bäri und unsere Nerven.

































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