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Woche 12 - Viel Grün. Viel Regen. Und ein kaputtes Klo.

  • Autorenbild: Matthias Fröhlich
    Matthias Fröhlich
  • 25. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Irland war für uns kein Love-Match. Nicht alles schlecht. Aber auch nicht das, was wir gesucht haben.

Wir sind mit Neugier auf die Insel gefahren. Mit Vorfreude. Mit dem Wunsch nach rauer Natur, Herzlichkeit und Vanlife-Momenten, die hängen bleiben. Bekommen haben wir vor allem Regen. Viel davon. Und ein Bauchgefühl, das sich früh meldete und blieb.

Dublin fiel für uns schnell raus. Hunde im öffentlichen Verkehr ein No-Go. Also weiter Richtung Westen. In der Hoffnung, dass Irland dort seinen Zauber ausspielt.

Galway war einer der Lichtblicke. Lebendig. Musik an jeder Ecke. Pubs mit Charakter. Der Atlantik immer nah. Für einen Moment fühlte es sich leicht an. Genau so, wie wir uns Irland vorgestellt hatten.


Dann kam wieder der Regen.

Die Cliffs of Moher sind kein Aussichtspunkt. Sie sind eine Ansage. Fels. Wind. Atlantik, der unten tobt. Gross. Roh. Mächtig. Und trotzdem schaffte es das Wetter auch hier, die Emotionen zu dämpfen. Alles wirkte grau gefiltert.


Als wäre das nicht genug, verabschiedete sich unser Klo.

Mitten in Irland. Mit Hunden. Ohne funktionierenden Plan B.

Clesana reagierte sofort (1000x DANKE). Direkt. Lösungsorientiert. Genau so, wie man es sich wünscht. DHL hingegen machte aus Express eine Geduldsprobe. Service Points, die es laut Karte gab, aber vor Ort nicht. Warten. Improvisieren. Nerven.

Und dann, mitten in dieser Phase, passierte etwas Unerwartetes.

Während wir auf das Ersatzteil warteten, wurden wir mit Polarlichtern belohnt. In Irland. Am Himmel. Still. Grünlich. Fast surreal. Für einen Moment fühlte es sich nicht nach Irland an. Sondern nach Schweden. Kalt, ruhig, nordisch. Ein kleiner Zauber, genau zur richtigen Zeit.

Es war vermutlich der schönste Moment unserer Irland-Reise. Und auch der ruhigste.

Trotzdem war klar: Wir sind durch mit Irland. Nicht aus Wut. Nicht aus Trotz. Sondern aus Ehrlichkeit. Zu teuer. Zu nass. Zu wenig Leichtigkeit für diese Art des Reisens.

Der Abschied war unspektakulär. Kein grosses Urteil. Nur die Erkenntnis, dass nicht jedes Land zur eigenen Reise passt.


Weiter geht’s. Mit funktionierendem Klo. Mit trockeneren Tagen. Und mit der Gewissheit, dass selbst schwierige Etappen ihre kleinen Geschenke haben.


Man muss nicht alles mögen. Man muss nur ehrlich bleiben.


 
 
 

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