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Woche 11 - Irland. Gesehen, gespürt – und noch unterwegs.

  • Autorenbild: Matthias Fröhlich
    Matthias Fröhlich
  • 18. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Ganz am Anfang war Irland… schwierig.

Mal so, mal so. Als wir in Nordirland ankamen, fühlte es sich sofort falsch an. Kein klarer Grund. Kein konkretes Ereignis. Einfach dieses leise Signal im Bauch. Hier bleiben wir nicht lange.

Nordirland liessen wir zügig hinter uns. Irgendwie alles vertraut. Fast wie Grossbritannien. Und doch wieder nicht. Schwer zu greifen. Belfast nahmen wir trotzdem mit. Das Titanic Museum war stark. Ruhig, eindrücklich, gut gemacht. Definitiv ein Besuch wert.

Danach ging es Richtung Dublin. Jetzt sollte es losgehen. Das echte Irland. Wir stellten den Van auf einen Parkplatz hinter einem Pub. Musik, Gespräche, ein paar Bier. Ein guter Abend.Am nächsten Morgen Kopfschmerzen. Und nein, nicht wegen dem Bier.

Dublin machte es uns schwer. Hunde im öffentlichen Verkehr? Vergiss es. Für uns heisst das umdenken. Also weiter. Richtung Westen. Galway.

Und wieder meldete sich dieses Gefühl. Irgendwie passt Irland nicht richtig zu uns. Wir fanden schöne Plätze. Keine Frage. Aber wirklich Van- und Hundefreundlich fühlte es sich selten an. Vieles wirkt streng. Wenig spontan. Wenig locker.

Galway war anders.Hier kamen wir an.

Ein kleines Städtchen. Überschaubar. Nicht laut. Nicht geschniegelt. Ein bisschen schief. Genau richtig. Strassenmusik. Pubs mit Geschichten. Der Atlantik nie weit weg. Hier fühlten wir uns wohl. Zum ersten Mal richtig.

Am nächsten Tag die Cliffs of Moher. Ja, touristisch. Sehr sogar. Und trotzdem: WOW!

Diese Klippen sind keine Aussicht. Sie sind eine Ansage. Fels. Wind. Tiefe. Unten der Atlantik, laut und kompromisslos. Man steht da und merkt, wie klein man ist. Und das tut gut.

Gegen Ende der Woche zeigte sich Irland versöhnlich. Es wurde ruhiger. Ehrlicher. Offener.

Und doch bleibt dieses Fazit: Irland ist spannend. Irland ist stark. Aber es ist kein Land, das wir wochenlang bereisen würden.


Vielleicht liegt es an uns. Vielleicht am Bauchgefühl. Manchmal reicht das als Antwort.


 
 
 

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