Woche 13 - 90 Tage unterwegs. Vier Länder. Eine Woche voller Geschichten
- Matthias Fröhlich

- vor 2 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
90 Tage unterwegs. Halbzeit? Gut möglich. Und dann kam diese Woche. Vier Länder in fünf Tagen. Klingt nach Hektik, fühlte sich aber erstaunlich rund an.
Das aktuelle Video dazu, findet ihr übrigens bei Youtube!
Gestartet sind wir in England, mit einem kurzen Abstecher zu Stonehenge. Gross, wuchtig, beeindruckend. Und ziemlich voll. 28 Euro Eintritt pro Person. Für Steine. Kann man machen. Wir haben uns für die entspannte Variante entschieden und sind einfach am kleinen Zaun stehen geblieben. Ein Meter weiter hinten, gleicher Blick, rund 60 Euro gespart. Legal, akzeptiert und sehr britisch. Very British.
Übernachten wollten wir eigentlich direkt dort, doch der viele Regen hatte den Boden in eine einzige Matsche verwandelt. Also weiterfahren. Gelandet sind wir in Guildford, irgendwo im Grünen, ruhig, typisch englisch. Fast schon mitten im Wald stand ein uriges Pub wie aus dem Bilderbuch. The Jolly Farmer. Kurz gefragt, ob wir auf dem Parkplatz stehen dürfen. Natürlich. Kein grosses Thema.
Und dann das Essen. Burger und Pommes. Jetzt kurz wichtig: Ich bin der inoffizielle Pommes Tester der Reisecrew. Die offiziellen Tester sind Mooi und Milo. Und was soll ich sagen. Ich hatte feuchte Augen. Chips nennen sie das hier. Goldbraun, knusprig, innen weich. Damit habe ich in Grossbritannien nicht gerechnet. Pommeshimmel. Als hätte der Koch sagen wollen: Schön wart ihr da. Kommt bald wieder.
Es war ein würdiger Abschluss unserer Zeit auf der Insel. England, Schottland, Irland, Wales. Viel gesehen, viel erlebt, viel gespürt. Am stärksten blieb Schottland hängen. Die Highlands. Diese Weite, diese Ruhe. Wir waren definitiv nicht zum letzten Mal dort.
Am Dienstag sollte es dann zügig mit der Fähre von Dover nach Calais gehen. Sollte. Die Überfahrt selbst war nicht das Problem, sondern das Warten. Wegen Personen, die nicht an Bord hätten sein dürfen, verzögerte sich die Abfahrt um über zwei Stunden. Also entschieden wir uns, die Hunde aus dem Van zu holen. Und hier ein riesiges Dankeschön an P&O Ferries. Kein Stress, kein Diskussionstheater. Eine Mitarbeiterin begleitete Rita zum Van, die Crew war sofort schockverliebt in Mooi und Milo. Dann kam der Satz des Tages: Ihr seid übrigens alleine in der Pet Lounge. Alleine. In dieser riesigen Lounge. Halbes Deck, Sturm draussen, Ruhe drinnen. Präsidenten Suite auf See.
In Calais ging dann alles schnell. Wieder Rechtsverkehr, kurz umdenken und schon rollten wir Richtung Belgien. Ein Katzensprung. In Koksijde übernachteten wir bei einem alten Militärflugplatz. Offiziell erlaubt, kostenlos, 16 Stunden Standzeit. Belgien weiss, wie man Wohnmobile willkommen heisst.
Am nächsten Tag stand Brügge auf dem Plan. Stellplatz mitten in der Stadt, sauber, sicher, zentral. Kostet etwas, lohnt sich aber doppelt. Brügge fühlt sich an wie ein Spaziergang durch ein Bilderbuch. Enge Gassen, historische Häuser, Grachten. Man wird automatisch langsamer.
Dann weiter in die Niederlande. Ja, wir sind zügig unterwegs. Belgien und Holland sehen wir ein bisschen als Zwischenstopps. Unser Blick geht klar nach Norden. Skandinavien ruft.
In Hellevoetsluis standen wir direkt am Meer. Wieder offiziell, wieder erlaubt, gebührenpflichtig, aber an perfekter Lage. Hut ab, liebe Niederländer.
Und dann kam dieser Moment. Zandvoort. Wenn man schon hier ist, dann will man diese Strecke sehen. Die Dünen, die Kurven, den Ort, an dem Max Verstappen und Co. um Siege kämpfen. Und ja, das hat etwas. Wir parkten den Van quasi auf Start und Ziel. Gänsehaut. Ein starker Schlusspunkt unter einer Woche, die mehr drin hatte, als wir erwartet hatten.
































































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